Über mich: Nadine Seidl
Ende 2025 geriet bei mir privat und beruflich einiges ins Wanken. Alles davon war unvorhergesehen und ungewollt. Meine langjährige und sicher geglaubte Festanstellung verlor ich. Ein Wiedereinstieg in eine andere gute Teilzeitstelle schien aussichtslos. Nur meine nebenberufliche Selbstständigkeit als Waldpädagogin lief im Hintergrund weiter.
2023 hatte ich eine Jahresausbildung in der Bestimmung von Wildkräutern abgeschlossen und begonnen, nebenberuflich als Waldpädagogin zu arbeiten. Mit der Zeit nahm ich Exkursionen zu (Winter-)Pilzen und heimischen Brutvögeln mit ins Sortiment. Mein Online-Auftritt trug damals den Namen Wildpflanzen-Glück.
Als selbstständige Honorarkraft – ob mit Erwachsenen oder an Schulen - war ich regelmäßig im Wald und auf der Wiese. Ich schöpfte dort Kraft.
Nur diese Kraft mitzunehmen – nachhause – das gelang mir irgendwie nicht.
Im Mai 2026 begann ich eine dreimonatige Online-Ausbildung zum Life Coach am Institut für Coaching und Smart Business (ICSB). Das Angebot tauchte auf Instagram auf. Ich klickte darauf – obwohl ich Coaching-Angebote zuvor eher gemieden hatte.
Ich dachte, mir fehlten eigentlich nur etwas Ruhe und vielleicht ein gutes Ratgeberbuch. Dann könnte ich meine Gedanken und Wünsche auch selbst sortieren. Warum dafür einen höheren zweistelligen oder sogar vierstelligen Betrag ausgeben?
Doch die Monate vergingen und ich kam einfach nicht voran.
Erst die Ausbildung brachte Bewegung hinein. Und zwar viel mehr, als ich erwartet hatte.
Ich begann zu verstehen, warum ich mich im Alltag so oft kraftlos fühlte – und was ich selbst daran verändern konnte.
Kurz darauf, im Juli 2026, startete ich eine weitere Coaching-Ausbildung: eine einjährige Ausbildung an der Akademie für Familiencoaching zur Zertifizierung als Kinder-, Jugend- und Familiencoach.
Heute weiß ich: Veränderung ist möglich. Aber sie ist ein Prozess – auch für mich. Ich muss nicht den ganzen Weg auf einmal gehen. Ich kenne die Richtung und teile mir die Strecke in Etappen.
Und der Weg lohnt sich. Ich erlebe das bei mir selbst und in der Arbeit mit anderen. Manche Etappen sind leichter, als wir zunächst denken.
Das fasziniert mich besonders in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie reagieren oft unmittelbar auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Schon kleine Veränderungen in unserem Umgang miteinander können das Zusammenleben spürbar verändern – zum Guten wie zum Schlechten.
Wir haben es eigentlich in der Hand.
Es gibt viele hilfreiche Konzepte und Strategien für den Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Gleichzeitig begegnet uns im Alltag nur ein kleiner Auszug: immer wieder dieselben gut gemeinten Ratschläge. Doch was auf dem Papier einfach klingt, lässt sich im echten Leben nicht immer umsetzen.
Genau hier möchte ich ansetzen.
Aus meinen eigenen Erfahrungen und den beiden Coaching-Ausbildungen entstand die Idee für Kraft-Habitat: Ich möchte Erkenntnisse aus dem Kinder-, Jugend- und Familiencoaching zugänglich machen und mit meiner Erfahrung als Waldpädagogin verbinden.
Dabei geht es mir nicht um schnelle Tipps oder vermeintliche Patentrezepte. Ich möchte gemeinsam mit Dir herausfinden, was hinter einer schwierigen Situation steckt – und welche Veränderungen in Deinem Alltag tatsächlich funktionieren können.
Und ich möchte nicht nur mit Eltern arbeiten. Auch Kinder und Jugendliche können von neuen Sichtweisen und Strategien profitieren. Auf Wunsch verbinde ich das Coaching mit waldpädagogischen Elementen.
Der Weg ins Kraft-Habitat ist eine Reise. Eine, auf der wir Schwere und Ernst auch einmal loslassen dürfen. Abenteuerlust steht im Mittelpunkt.
Die Natur, und das Format des Coachings: sie unterstützen Reflektion und Veränderung auf wunderbare Weise.
Kraft-Habitat verbindet deshalb für mich drei Dinge: meine eigene Erfahrung, Coaching und die Kraft der Natur.
Ein Ort, an dem Veränderung möglich wird – Schritt für Schritt.